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Deutschland spendet als Teil des Team Europe 1,4 Mio COVID-19 Test-Kits

Übergabe der Test-Kits

v.r.n.l.: John Nkengasong (Africa CDC), Birgitte Markussen (EU Delegation der AU), Donewell Bangure (Africa CDC), Kwesi Quartey (AU Kommission), Stephan Auer (Deutsche Botschaft), Janez Lenarčič (EU Kommissar), Josep Borrell (Hoher Vertreter der EU), © Deutsche Botschaft

08.10.2020 - Pressemitteilung

Die Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung und Schutzmaßnahmen (Africa CDC) haben heute über die Afrikanische Union die dritte und letzte Charge von 1,4 Millionen COVID-19-Test-Kits erhalten, die von der deutschen Bundesregierung gespendet wurden.

Team Europe unterstützt Afrikas Anstregungen gegen COVID-19 mit 1,4 Millionen Test-Kits, die von Deutschland gespendet und von der humanitären Luftbrücke der EU geliefert wurden


ADDIS ABABA, ÄTHIOPIEN, 8. Oktober 2020. Die Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung und Schutzmaßnahmen (Africa CDC) haben heute über die Afrikanische Union die dritte und letzte Charge von 1,4 Millionen COVID-19-Test-Kits erhalten, die von der deutschen Bundesregierung gespendet wurden. Die Test-Kits im Wert von über 26 Millionen Euro wurden im Rahmen der globalen Reaktion der Europäischen Union (EU) auf die COVID-19-Pandemie durch einen humanitären Flug über die Luftbrücke der EU geliefert, an der sich die EU, Deutschland, Österreich, Spanien und Schweden beteiligen.

Mit dieser Spende soll die Umsetzung der Gemeinsamen Kontinentalstrategie Afrika für den Ausbruch von COVID-19 und die Partnerschaft zur Beschleunigung von COVID-19-Tests (Partnership to Accelerate COVID-19 Testing - PACT) in ganz Afrika direkt unterstützt werden. 

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie hat Team Europe Unterstützung für die Reaktion in Afrika durch eine Vielzahl von Aktionen mobilisiert. Diese soll dazu beitragen, die Angebots- und Kapazitätslücken zu überbrücken und die Auswirkungen der Pandemie auf den Kontinent abzuschwächen.

Josep Borrell, Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, stellte fest, dass die heutigen humanitären Hilfslieferungen ein konkretes Beispiel für die starke Partnerschaft zwischen der EU und der Afrikanischen Union sind.

„Die Europäische Union hat im weltweiten Kampf gegen COVID-19 eine Vorreiterrolle übernommen. Vom ersten Tag an haben wir die Pandemie sowohl im In- als auch im Ausland bekämpft. Vom ersten Tag an haben wir Solidarität und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt unserer Reaktion gestellt, denn es ist unsere feste Überzeugung, dass niemand sicher ist, solange nicht alle sicher sind. Die heutige Lieferung von COVID-19-Test-Kits und -material ist ein weiteres sichtbares Zeugnis der globalen Coronavirus-Reaktion der EU. Sie ist auch eine klare Anerkennung der bemerkenswerten Rolle, die die Afrikanische Union gespielt hat, um die Reaktion des Kontinents auf die Pandemie zu steuern“, sagte Borrell.

„Der Eckpfeiler zur Verhütung jeder Krankheit ist das Testen, und der Schlüsselfaktor zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie ist eine Partnerschaft, die auf soliden Solidaritätsprinzipien beruht. Die Spenden der deutschen Regierung sind ein weiterer Beweis für die Solidarität, die wir stets von der Europäischen Union genossen haben, und wir wissen ihre Unterstützung im Kampf gegen diesen unsichtbaren Feind zu schätzen“, sagte S.E. Herr Kwesi Quartey, stellvertretender Vorsitzender der Kommission der Afrikanischen Union.

„Diese letzte Lieferung lebensrettender Testgeräte an die Afrikanische Union bildet den Abschluss der ersten Phase der humanitären Luftbrücke der EU, die in den vergangenen Monaten gefährdeten Ländern inmitten der Coronavirus-Pandemie entscheidende Unterstützung geleistet hat“, sagte Janez Lenarčič, EU-Kommissar für Krisenmanagement.

Die Kits werden an die Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union verteilt, ebenso wie die zuvor gespendeten Kits, die mehr als 24 afrikanischen Ländern bei der Durchführung von über 700.000 Tests geholfen haben.

Stephan Auer, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Äthiopien und der Afrikanischen Union: „Wir können das Coronavirus nur gemeinsam besiegen - weltweit. Deshalb unterstützen wir die Afrikanische Union in Zusammenarbeit mit der EU. Wir freuen uns, die Africa CDC bei der Koordinierung der Beschaffung und Verteilung von lebensrettenden Diagnostika an die Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union zu helfen. Mit dieser Förderung der PACT-Initiative tragen wir dazu bei, Tests in Afrika weithin verfügbar zu machen“. 

Zusätzlich zu dieser Spende leistet Team Europe in Partnerschaft mit Africa CDC einen Beitrag zur Entsendung von Schnellreaktionskräften und Gesundheitspersonal auf regionaler Ebene, zur Bereitstellung von landesinternen und virtuellen Schulungen, zur Risikokommunikation und zum Engagement in Gemeinden sowie zur Verbesserung von Präventivmaßnahmen und Kontrollkapazitäten. Im Juni 2020 stellte die EU 10 Millionen Euro zur Verfügung, um den Einsatz von Gesundheitspersonal und Schnellreaktionskräften für Kontrolle, Labortests und Fallmanagement auf Länderebene zu erleichtern und andere Aktivitäten von Africa CDC zu stärken. Zusätzliche Unterstützung wird in den kommenden Wochen mobilisiert werden, wobei der Schwerpunkt auf den am stärksten gefährdeten Gruppen liegen wird.

Hintergrund

Die Test-Kits wurden von der Schnell Einsetzbaren Expertengruppe Gesundheit (SEEG) beschafft. Die SEEG wurde 2015 von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland als Reaktion auf die westafrikanische Ebola-Krise ins Leben gerufen. Es vereinigt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die Charité, das Robert-Koch-Institut und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Neben der Bereitstellung von Test-Kits arbeiten Africa CDC und SEEG auch bei der externen Qualitätsbewertung von Referenzlaboratorien zusammen und nutzen die bereitgestellten Test-Kits zum Benchmarking und zur Akkreditierung von Qualität und Wirksamkeit von Tests in Afrika.

Das globale Reaktionspaket von Team Europe beläuft sich auf insgesamt 36,5 Milliarden Euro und umfasst Mittel der EU, ihrer Mitgliedstaaten, der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Diese Unterstützung konzentriert sich auf die Bewältigung der unmittelbaren Gesundheitskrise und der daraus resultierenden humanitären Bedürfnisse, die Stärkung der Gesundheits-, Ernährungs-, Wasser- und Abwassersysteme der Partnerländer und ihrer Forschungs-, Bereitschafts- und Reaktionskapazitäten sowie die Unterstützung der Linderung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Mindestens 6,8 Milliarden Euro werden für die Unterstützung von Ländern in Afrika bereitgestellt, ebenso wie ein beträchtlicher Teil der gesamten Garantien von Team Europe in Höhe von 2,9 Milliarden Euro.


Englischsprachiges Original siehe hier



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