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Arbeit und Ausbildung in Deutschland

Photovoltaics Germany GmbH

Photovoltaics Germany GmbH, © dpa-Zentralbild

20.02.2018 - Artikel

Deutschland ist ein attraktives Einwanderungsland. Es ist offen für Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften, Studierenden und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt.

Deutschland hat zahlreiche Reformen durchgeführt, um Zuwanderung zu erleichtern:

Im Jahr 2012 wurden die Einreisebestimmungen für Fachkräfte geändert. Experten bescheinigen Deutschland, dass diese zu den liberalsten weltweit gehören.

Die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse wurde verbessert. Es wurde ein Sechs-Monats-Visum für die Arbeitsplatzsuche von Fachkräften eingeführt.

Schließlich erleichtert die EU-Blue Card Hochqualifizierten den Aufenthalt. Neben den verbesserten Einwanderungsregeln, hat Deutschland als Ort zum Arbeiten und Leben viel zu bieten: Eine vielfältiges, international geprägtes Kulturleben, lebhafte Städte und schöne Naturlandschaften, eine moderne Infrastruktur und gute Lebensbedingungen.

Im Netz steht Ihnen ein breites Angebot an Informationen zum Einwanderungsland Deutschland zur Verfügung.

Der deutschen Wirtschaft fehlt es an gut ausgebildeten Fachkräften und Akademikern in vielen Bereichen und Regionen. In erfolgreichen großen und mittelständischen Unternehmen werden zum Beispiel IT-Experten, Techniker und Naturwissenschaftler gesucht. Auch im medizinischen Bereich gibt es zahlreiche offene Stellen.

Leben und Arbeiten in Deutschland

Sie möchten in Deutschland leben und arbeiten? Beste Chancen haben Zuwanderer aus der EU und nicht-EU Staaten dann, wenn sie gut qualifiziert sind und Grundkenntnisse der deutschen Sprache haben.

Anerkennung Ihres Berufsabschlusses in Deutschland

Seit dem 1. April 2012 sind die Möglichkeiten zur Anerkennung von im Ausland erworbener Berufsqualifikationen erheblich besser geworden. Das sogenannte „Anerkennungsgesetz“ des Bundes schafft für die Berufe, für die der Bund zuständig ist (so für alle Ausbildungsberufe im dualen System, und für die Gesundheits- und Heilberufe), einen Rechtsanspruch auf Überprüfung der Gleichwertigkeit einer ausländischen Berufsqualifikation mit der entsprechenden deutschen Referenzausbildung. Der Anspruch gilt unabhängig vom Herkunftsland und vom Aufenthaltsstatus und damit auch für Fachkräfte im Ausland, die zum Arbeiten nach Deutschland kommen wollen.

Anerkennung Fachkräfte 1

Anerkennung Fachkräfte 2

Berufsausbildung für EU-Bürger

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat für Jugendliche aus der EU, die zwischen 18 und 27 Jahren alt sind und an einer Berufsausbildung in Deutschland interessiert sind, das Programm MobiPro ins Leben gerufen. Voraussetzung ist, dass die Bewerber noch keine anderweitige betriebliche Berufsausbildung oder einen Masterabschluss haben. MobiPro unterstützt die Jugendlichen durch zusätzliche Projekte zur Sprachförderung und besseren Integration am Arbeitsplatz vor und während ihrer Ausbildungszeit. Das Programm leistet in Ergänzung zur Ausbildungsvergütung finanzielle Unterstützung.

Weiterführende Informationen über die Initiative MobiPro des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) finden sie unter:

The Job of my Life

Ausbildung für Bürger aus Nicht-EU-Staaten

Bürger aus nicht-EU Staaten können für die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Allerdings ist hierfür die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich.

Im Zustimmungsverfahren wird geprüft, ob für die konkrete Ausbildungsstelle bundesweit keine deutsche oder EU-Bewerber zur Verfügung stehen.

Absolventen deutscher Auslandsschulen, die eine qualifizierte betriebliche Ausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf in Deutschland anstreben, kann ein Aufenthaltstitel auch ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erteilt werden.

Soll eine Ausbildung sowohl im Heimatland als auch in Deutschland erfolgen, ist das möglich, wenn neben dem ausländischen auch der deutsche Abschluss erworben wird.

Weiterbildung und Praktika

Aufenthalte zur Weiterbildung sind dann möglich, wenn sie im Anschluss an eine im Ausland abgeschlossene Ausbildung erfolgen. Diese schulische oder betriebliche Ausbildung muss eine Ausbildungsdauer von min. 2 Jahren haben. Ebenfalls anerkannt werden kann nach Prüfung auch eine 3 jährige aktuelle Berufserfahrung ohne Abschluss. Eine Weiterbildung auf Grundlage eines Fach- oder Hochschulabschlusses ist ebenfalls möglich. In jedem Fall muss die Bundesagentur für Arbeit die Anträge prüfen und genehmigen.

Keiner Prüfung bedürfen Praktika, die im Rahmen eines Studiums abgeleistet oder durch ein Stipendium oder Austauschprogramm ermöglicht werden. Dies gilt für Schüler, Studenten sowie Fach- oder Führungskräfte. Die Dauer dieser Aufenthalte darf ein Jahr nicht überschreiten. 

Duale Ausbildung in Deutschland - Erfolgreich in den Beruf starten

Das deutsche Duale Berufsbildungssystem trägt viel zur wirtschaftlichen Stärke Deutschlands bei. Die Zusammenarbeit von Betrieben und Bildungseinrichtungen vermitteln den Auszubildenden das fachliche Knowhow und die praktische Anwendung dieses Wissens innerhalb der Betriebe.

In den letzten Jahren konnten in einigen Bereichen und Regionen die ausgeschriebenen Lehrstellen nicht voll besetzt werden. Manchen deutschen Firmen fehlt es an Nachwuchsfachkräften. Nicht nur EU-Bürger auch junge Menschen aus nicht-EU Staaten können in besonders nachgefragten Berufen eine Ausbildung in Deutschland beginnen.

Nach der Ausbildung steht der Weg offen für eine Festanstellung. Auch eine weitere Qualifizierung zum Meister oder Techniker ist möglich. Zudem berechtigt der Meistertitel zu einem Studium an einer deutschen Fachhochschule oder Universität.

Wenn Sie sich für das deutsche Berufsbildungssystem oder für internationale Kooperationen interessieren oder wenn Sie wissen möchten, wie duale Ausbildung in Deutschland funktioniert oder wie sie kompetente Partner für die Zusammenarbeit finden, kann Sie das Office for International Cooperation in Vocational Education and Training (GOVET) kompetent beraten.

Make it in Germany Duale Ausbildung

BIBB Internationale Berufsbildungkoop

Visum zur Arbeitsplatzsuche (§ 18c AufenthG)

Das Visum zur Arbeitsplatzsuche ermöglicht interessierten Fachkräften aus Drittstaaten, für max. sechs Monate zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen, um vor Ort eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit zu finden. Voraussetzung ist ein anerkannter Hochschulabschluss und ein selbst gesicherter Lebensunterhalt. Findet der Ausländer innerhalb der sechs Monate einen Arbeitgeber, muss er nicht wieder ausreisen, sondern kann die erforderliche Aufenthaltserlaubnis oder Blaue Karte EU direkt in Deutschland beantragen.

Blaue Karte EU (§19a AufenthG)

Als zentraler Aufenthaltstitel für akademische Fachkräfte ermöglicht die Blaue Karte EU einfach und unbürokratisch den Zuzug von Drittstaatsangehörigen, die einen anerkannten Hochschulabschluss besitzen und eine ihrer Qualifikation angemessene Beschäftigung in Deutschland aufnehmen wollen. Erforderlich ist lediglich, dass der Antragsteller ein abgeschlossenes Hochschulstudium nachweist und eine Gehaltsmindestgrenze von 47.600 Euro (2014) (in Mangelberufen bereits ab 37.128 Euro (2014)) eingehalten wird.

Die Blaue Karte EU bietet zahlreiche Privilegien, insbesondere ein frühzeitiges Daueraufenthaltsrecht. Dies ermöglicht es potentiellen Bewerbern, ihre Zukunft in Deutschland langfristig zu planen: Nach einem Aufenthalt von 33 Monaten kann dem Inhaber einer Blauen Karte EU eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erteilt werden. Soweit Deutschkenntnisse auf der Stufe B1 nachgewiesen werden, wird die Niederlassungserlaubnis bereits nach 21 Monaten erteilt.

Informationen zum Familiennachzug

Die Visum-Vereinfachungen für zuziehende qualifizierte Fachkräfte erstrecken sich auch auf deren Familienangehörige. Das bedeutet unter anderem: vereinfachtes und damit schnelleres Visumverfahren, kein Nachweis deutscher Sprachkenntnisse und für Familienangehörige von Inhabern einer Blauen Karte EU sofort uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt.

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